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Verantwortungsvolles Spielen

Glücksspiel ist als Freizeitvergnügen gedacht, nicht als Methode, um Geld zu mehren oder Sorgen zu verdrängen. Der überwiegende Teil der Spielenden bleibt unbeschwert, doch bei einer Minderheit kann sich riskantes Verhalten einschleichen. Diese Seite soll dir helfen, frühe Signale zu deuten und die vorhandenen Schutzfunktionen zu nutzen. Teilnehmen darf nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Frühe Signale deuten

Riskantes Spielen schleicht sich häufig leise an. Verräterisch sind das Hinterherjagen verlorener Beträge, der Griff zu Geld, das eigentlich Miete oder Rechnungen decken soll, und das Verbergen des eigenen Tuns vor nahestehenden Menschen. Auch Unruhe, sobald du nicht spielen kannst, gehört dazu. Wer gleich mehrere dieser Punkte an sich entdeckt, sollte einen Schritt zurücktreten.

Eine ehrliche Selbstbefragung ist die erste Schutzlinie. Überlege, ob du Zeit- und Geldgrenzen immer wieder reißt, ob du spielst, um Kummer zu betäuben, und ob das Spielen andere Lebensbereiche verdrängt. Häufen sich die Ja-Antworten, ist ein Gespräch mit einer Beratungsstelle ratsam. Wer früh reagiert, bewahrt sich vor größeren Problemen.

Schutzfunktionen direkt im Konto

Verantwortungsvolle Anbieter bieten Mittel zur Selbststeuerung, und auch hier sind sie verfügbar. Du kannst Einzahlungsgrenzen je Tag, Woche oder Monat ziehen, Verlustgrenzen definieren und deine Spielzeit deckeln. Solche Grenzen entfalten ihre Wirkung am besten, wenn du sie nüchtern und vorab festlegst, nicht erst mitten in einer aufgeheizten Runde. Einmal gesetzt, lassen sie sich nicht im Handumdrehen wieder lockern.

Reicht das nicht, stehen weitergehende Stufen offen. Mit einer Auszeit legst du dein Konto für eine Weile still, mit der Selbstsperre schließt du es für längere Zeit oder auf Dauer. Während einer Sperre bleibst du von Werbung verschont und kannst dich nicht neu anmelden. Der Support unterstützt dich dabei, das richtige Mittel einzurichten.

An wen du dich wenden kannst

In Deutschland existieren spezialisierte, kostenfreie Anlaufstellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hält mit Check dein Spiel Beratung und eine telefonische Hotline bereit. Ebenso sind örtliche Suchtberatungsstellen und der eigene Hausarzt gute erste Adressen. All diese Angebote sind vertraulich und vom Anbieter unabhängig.

Auch international gibt es Anlaufpunkte. Unterstützung leisten unter anderem BeGambleAware, Gambling Therapy und Gamblers Anonymous mit Beratung, Austausch in Foren und Selbsthilfegruppen. Niemand muss ein Problem im Alleingang stemmen. Der erste Schritt besteht darin, das Thema anzusprechen.

Gewohnheiten für gesundes Spielen

Ein paar schlichte Leitlinien helfen, die Zügel in der Hand zu behalten. Lege vor jeder Runde ein festes Budget und eine Zeitspanne fest und bleibe strikt dabei, auch nach einem Verlust. Sieh verspieltes Geld als Eintrittspreis für die Unterhaltung, nicht als Schuld, die du zurückholen müsstest. Gönn dir regelmäßige Pausen und spiele nie unter Alkohol.

Glücksspiel sollte immer nur ein kleiner Teil deiner Freizeit bleiben. Halte an Hobbys, Sport und sozialen Kontakten fest, die nichts mit dem Spielen zu tun haben. Kreisen deine Gedanken ständig um Einsätze und Gewinne, ist das ein Alarmzeichen. Nimm es ernst und wende dich beizeiten den Schutzfunktionen oder den oben genannten Beratungsstellen zu.